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  • AutorenbildCarmen Kreitmayer

PCOS: Ein kurzer Überblick


Was ist PCOS?

Das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) ist eine der häufigsten hormonellen Störungen bei Frauen im gebärfähigen Alter. Es betrifft etwa 5-10% der Frauen weltweit. PCOS ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl von Symptomen und diagnostischen Kriterien, die von Frau zu Frau variieren können. Zu den häufigsten Symptomen gehören:


- Unregelmäßige Menstruationszyklen: Frauen mit PCOS haben oft seltene, unregelmäßige oder verlängerte Menstruationszyklen.

- Erhöhte Androgenspiegel: Dies kann zu körperlichen Anzeichen wie verstärktem Haarwuchs (Hirsutismus), Akne und Haarausfall führen.

- Polyzystische Ovarien: Vergrößerte Eierstöcke mit zahlreichen kleinen Follikeln, die bei einer Ultraschalluntersuchung sichtbar sind.


Die genaue Ursache von PCOS ist noch nicht vollständig verstanden, es wird jedoch angenommen, dass genetische und umweltbedingte Faktoren eine Rolle spielen.


Naturheilkundliche Behandlungsmöglichkeiten von PCOS


Die naturheilkundliche Behandlung von PCOS zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und die hormonelle Balance im Körper wiederherzustellen. Hier sind einige der häufigsten naturheilkundlichen Ansätze:


1. Ernährungsumstellung

Eine ausgewogene Ernährung kann einen erheblichen Einfluss auf die Kontrolle der PCOS-Symptome haben. Hier sind einige Ernährungstipps:


- Glykämischer Index: Lebensmittel mit niedrigem glykämischen Index helfen, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren und die Insulinresistenz zu verbessern, die bei vielen Frauen mit PCOS auftritt.

- Vollwertige Lebensmittel: Der Verzehr von frischen Früchten, Gemüse, Vollkornprodukten und gesunden Fetten (wie Omega-3-Fettsäuren) kann die allgemeine Gesundheit fördern und Entzündungen reduzieren.

- Vermeidung von Zucker und raffinierten Kohlenhydraten: Diese können zu Insulinspitzen und Hormonungleichgewichten beitragen.


2. Pflanzenheilkunde

Verschiedene Kräuter haben sich in der Behandlung von PCOS als nützlich erwiesen:


- Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus): Hilft bei der Regulierung des Menstruationszyklus und kann den Hormonhaushalt ausgleichen.

- Zimt: Kann die Insulinresistenz verbessern und den Blutzuckerspiegel stabilisieren.

- Schwarzkümmelöl: Bekannt für seine entzündungshemmenden Eigenschaften und seine Fähigkeit, den Hormonspiegel zu regulieren.


3. Nahrungsergänzungsmittel

Einige Nahrungsergänzungsmittel können hilfreich sein:


- Inositol: Eine natürliche Verbindung, die die Insulinempfindlichkeit verbessern und die Hormonregulation unterstützen kann.

- Vitamin D: Ein Mangel an Vitamin D ist häufig bei Frauen mit PCOS. Eine Supplementierung kann helfen, den Hormonhaushalt zu regulieren.

- Omega-3-Fettsäuren: Diese gesunden Fette haben entzündungshemmende Eigenschaften und können die Hormonbalance unterstützen.


4. Akupunktur

Akupunktur kann helfen, den Menstruationszyklus zu regulieren und den Hormonhaushalt zu stabilisieren. Es gibt Hinweise darauf, dass Akupunktur die Insulinempfindlichkeit verbessern und den Androgenspiegel senken kann.


5. Bewegung

Regelmäßige körperliche Aktivität ist entscheidend für die Behandlung von PCOS. Sport hilft, das Gewicht zu kontrollieren, die Insulinempfindlichkeit zu verbessern und den Hormonhaushalt auszugleichen. Besonders empfohlen sind Ausdauertraining und Krafttraining.


Fazit

PCOS ist eine komplexe Erkrankung, die eine ganzheitliche und individualisierte Behandlung erfordert. Die naturheilkundliche Behandlung bietet eine Vielzahl von Ansätzen, die helfen können, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Es ist wichtig, dass Frauen mit PCOS eng mit ihrem Arzt oder einem spezialisierten Therapeuten zusammenarbeiten, um die für sie am besten geeignete Behandlung zu finden.


Eure Carmen



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